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Dienstag, 5. Januar 2016

Ein Armutszeichen (Nach wirklich Erlebten aufgeschrieben)



Elsa Schmitdt* stürzt am 22.12. und muss am daraufhin am nächsten Tag zum Arzt. Sie ist 86 und auf Hilfe angewiesen. Man fährt sie mit dem Auto zu ihrer Hausärztin. Doch diese hat Urlaub. Als Vertretung ist ein anderer Großenhainer Arzt genannt. Doch an dessen Praxis steht draußen ein Schild: „Geschlossen! Vertretung über den Anrufbeantworter“.  Man fährt unverrichteter Dinge heim und pflegt Else so gut es ging. Gebrochen war glücklicherweise nichts. Übrigens laut diesem Anrufbeantworter hatte an diesem Tag in Großenhain kein Arzt Sprechstunde und  über die Weihnachtstage zwischen Weihnachten und Sylvester sah es überhaupt recht mau aus. Würde im Ernstfall nur der ärztliche Bereitschaftsdient oder der Notarzt helfen können? Uns wird doch immer gesagt, dass man diese nur in aller höchster Not in Anspruch nehmen sollte.  Übrigens bei den Zahnärzten war es genauso. Zwischen Weihnachten und Sylvester mussten alle Großenhainer zwei Tage  lang nach Ebersbach fahren, wenn sie Zahnschmerzen hatten. Auto wird da einfach vorausgesetzt. Ein Armutszeichen für die Große Kreisstadt oder?
*Name geändert

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