Obwohl einige Zschieschner da waren, hätten es ruhig ein
paar mehr sein können. Denn es ging bei einer Informationsveranstaltung der
Deutschen Bahn um den zukünftigen Ausbau der Strecke Dresden-Berlin zur
Hochgeschwindigkeitsstrecke. Dann sollen, so die Deutsche Bahn, Züge im Stundentakt und mit Tempo 200 durch
Großenhain brausen. Die Zschieschner wohnen am nächsten an der Strecke dran,
auch Bewohner der Rosa-Luxemburg-Straße. Aber es ist zu erwarten, dass dieses Projekt
die ganze Stadt in der Bauzeit und nach Fertigstellung belasten wird. Und
eigentlich haben die Großenhainer gar nichts davon. Denn wir können trotzdem
nur über Umwege nach Berlin mit dem Zug fahren. Die Vertreter der Bahn sagten viel und konkretes an diesem
Abend. Aber bei einem Thema blieb das Gefühl: die eiern. Und das ausgerechnet
beim Schallschutz. Demnach hat nur derjenige Anspruch auf Lärmschutz, wo erhebliche
Baueingriffe erfolgen. Aber was ist erheblich? Und bei den Grenzwerten zur
Gesundheitsschädigung kursieren unterschiedliche Zahlen. Wenn das Planfeststellungsverfahren
öffentlich im Rathaus ausliegt (es wird ausreichend informiert) dann muss jeder
Einzelne schriftlich seine Bedenken darlegen. Nach Verstreichung der Frist ist
alles zu spät. Also aktiv werden, sich interessieren und einmischen. Der gestrige
Abend war nur der Auftakt.
Harald Kühne
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